Hans Eisert

Die Geschichte unserer Belegstelle


Der Anfang als Carnica Rassebelegstelle


Hans Eisert 1961 wurde innerhalb des Imker Kreisverbandes Aschaffenburg, unter Leitung des damaligen Kreisvorsitzenden Hans Eisert aus Kleinostheim, ein Carnika Züchterring gegründet. Gleichzeitig wurde im Spessartwald, nahe der 1000 jährigen Eiche in Rohrbrunn, eine Carnika Reinzuchtbelegstelle installiert, staatlich anerkannt und mit dem erforderlichen Schutzgürtel umgeben. Die Bienenvölker innerhalb des Schutzgürtels wurden umgestellt auf die Carnika Biene. Ausgewählt wurde dieser Platz mit Prof. Dr. Friedrich Ruttner, damaliger Leiter des Hessischen Bieneninstituts Kirchhain. Ballonversuche wurden durchgeführt, zur Feststellung eines Drohnensammelplatzes.

Aufgebaut und unterhalten wurde die Belegstelle von Richard Noak, Aschaffenburg und Hans Eisert, Kleinostheim. Belegstellenleiter war Hans Eisert, der auch die Vatervölker stellte.

Die Anerkennung als Carnika Reinzuchtbelegstelle „Alte Eiche 67“ wurde vom Landesverband Bayerischer Imker e.V. am 17.Februar 1962 erteilt. Die Belegstelle wurde später umbenannt in: Carnika Reinzucht Belegstelle „Spessart 6/1“ und ist im Besitz des Bezirksverbandes Imker Unterfranken. Hans Eisert, der als anerkannter Carnika Reinzüchter und Bienenfachwart einen großen Namen hatte, führte die Belegstelle bis 1990.

Ab 1991 war Otto Schmittner aus Aschaffenburg/Damm Belegstellenleiter, mit Richard Hessler, Schaafheim und Artur Löffler, Leidersbach. Aus gesundheitlichen Gründen schied Otto Schmittner 2006 aus.

Von 2007 bis 2015 wurde die „Belegstelle Spessart 6/1, jetzt 2-61“ von Artur Löffler als Belegstellenleiter und Richard Hessler im Team weitergeführt und betreut. Die Vatervölker wurden wie von Anfang an, von den jeweiligen Belegstellenleitern, aus eigenen Völkern, ausgewählt und aufgestellt.

Ende 2015 stellten Artur Löffler und Richard Hessler aus Altersgründen ihre Ämter zur Verfügung. Artur Löffler wurde im gleichen Jahr für seine außerordentlichen Verdienste um die Bienenzucht mit der Zandermedallie ausgezeichnet.

Im Februar 2016 hat, nach einigen Schwierigkeiten mit der Nachfolge, der anerkannte Reinzüchter Andreas Berninger die Belegstelle übernommen. Sein Stellvertreter ist Helmut Kuska. Von nun an war eine definierte Anpaarung mit Carnica - Reinzuchtdrohnen möglich, da die Vatervölker alle von einer einzigen A-gekörten Zuchtmutter stammten.

Im Jahr 2016 mussten die 19 Drohnenvölker noch frei aufgestellt werden. Doch am 15.Oktober.2016 wurde nach Überwindung aller behördlichen Hürden, auf der Belegstelle, am Platz der alten zwei Wanderstände, ein Bienenhaus für 20 Vatervölker errichtet.

Aufgabe und Zweck der Belegstelle ist es, die sanftmütige, ertragreiche und überaus anpassungs- fähige Carnika Biene rein zu erhalten und weiterzuzüchten.